Professur für Internationale Planungssysteme

Masterprojekt 2022

Innovationsquartiere als Instrument zur Revitalisierung schrumpfender Städte – Eine vergleichende Untersuchung der Städte Gelsenkirchen, NRW und Cincinnati, Ohio.

Zeitraum: 25. April - 11. Juli

Teilnehmer: 5 Studierende

Betreuer: Nina Müller, Jakob Schackmar, Christoph Dethlefs, Sibylle Hestermann

Sprachen: Deutsch, Englisch

 


In schrumpfenden Städten geht der Rückgang der Gesamtbevölkerung in der Regel mit dem Niedergang der ökonomischen Strukturen einher, wodurch vielfältige Probleme verursacht werden. Die durch den Megatrend der Digitalisierung begünstigten Smart-City-Ansätze, die durch die Förderung der Innovationstätigkeit darauf abzielen, die ökonomische Entwicklung zu stärken, können diesen entgegenwirken. In zahlreichen Städten werden bereits Versuche unternommen, Systeme zu kreieren, in denen die Entstehung, Entwicklung und Vermarktung von Ideen erleichtert und beschleunigt werden. Diese Ansätze werden durch den Begriff des Innovationsquartiers geprägt.

Da insbesondere in schrumpfenden Städten aufgrund einer mangelhaften Infrastruktur und fehlender Partner aus Industrie und Forschung davon auszugehen ist, dass die Voraussetzungen für Innovationsquartiere nicht oder nur begrenzt erfüllt werden
können, kamen die Studierenden im Rahmen des Masterprojekts 2022 zur Erkenntnis, dass für Städte in einer tiefen strukturellen Krise dennoch die Chance besteht im Rahmen einer intensiven Kooperation mit externen Stakeholdern durch Wissensaustausch und das Teilen von Ressourcen einen gegenseitigen Nutzen zu generieren. Innovationsquartiere können demnach einen Beitrag leisten, den Strukturwandel hin zu einer modernen Wissensgesellschaft zu gestalten.

Zur Untersuchung an konkreten Beispielen, haben die Studierenden die beiden Städte Gelsenkirchen (NRW) und Cincinnati (Ohio) als Fallstudien herangezogen. In den Fallstudien wurden der Prozess und die Folgen der Stadtschrumpfung, die Ansätze zur Revitalisierung und Smart City sowie das jeweils vorhandene Innovationsquartier analysiert. Als methodische Vorgehensweise wurden Indikatoren definiert sowie SWOT-Analysen und eine vergleichende Untersuchung durchgeführt, bevor schließlich Handlungsempfehlungen formuliert wurden.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Exkursion vom 13.06-15.06 nach Gelsenkirchen durchgeführt, bei der einige direkte Experteninterviews geführt werden konnten.

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