Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Planungs- und Umweltrecht

Forschung

Die Professur für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Planungs- und Umweltrecht widmet sich insbesondere den wachsenden Anforderungen des Umweltrechts an Vorhabenzulassungen, Gesamt- und Fachplanungen sowie den rechtlichen Reaktionsmöglichkeiten auf gegenwärtige und künftige Konfliktlagen. Verwaltungsrechtliche Fragestellungen werden dabei eng mit verfassungs-, europa- und völkerrechtlichenAnforderungen verzahnt. Hohe Bedeutung hat zudem der interdisziplinäre Austausch mit den anderen Fachgebieten.

Insbesondere: Klimaschutzrecht und Klimaanpassungsrecht

Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei das Klimaschutzrecht. Der Kampf gegen den Klimawandel erfordert grundlegende Transformationsprozesse, die tief in die Getriebe moderner Gesellschaften eingreifen und daher neben einer technischen auch eine enorme soziale Herausforderung bedeuten. Internationales, europäisches und nationales Recht verpflichten zur erheblichen Reduktion von Treibhausgasemissionen. Binnen weniger Jahre sind fossile Energieträger weitgehend durch regenerative zu substituieren. Dezentrale Energieerzeugung gewinnt an Bedeutung was wiederum den zügigen Ausbau der Leitungsinfrastrukturen voraussetzt. Daneben muss der Energieverbrauch als solcher reduziert werden, um erneuerbare Energien im notwendigen Umfang bereitstellen zu können. Für die damit erforderlichen „Wenden“ (insbesondere Energiewende, Mobilitätswende, Wärmewende) entfalten sowohl das Gesamt- als auch das Fachplanungsrecht zentrale, wenn auch freilich keine alleinstehende Bedeutung. Diese Transformationsprozesse begleitet die Professur rechtswissenschaftlich und lotet Verbesserungspotenziale des rechtlichen Transformationsdesigns aus. Daneben sind zunehmend planerische Maßnahmen zur Klimaanpassung erforderlich, welche die Professur ebenfalls juristisch betrachtet.

Insbesondere: Bergrecht

Weiterer Forschungsschwerpunkt ist das Bergrecht. Sowohl die Einstellung der Stein- und Braunkohlengewinnung als auch die (jahrzehntelange) Nachsorgeverantwortung richten sich neben umweltrechtlichen Anforderungen insbesondere nach dem Bundesberggesetz. Dieses bleibt auch das maßgebliche Regelungsregime für die Gewinnung zahlreicher weiterer Rohstoffe. Hierzu zählen beispielsweise die Kalisalzgewinnung, die Gewinnung von Lithium, welche mit Blick auf die wachsende Elektromobilität auch in Deutschland an Relevanz gewinnen könnte, sowie die Gewinnung von bestimmten Baurohstoffen. Zudem kann die Gewinnung von Erdwärme unter das bergrechtliche Regelungsregime fallen. Im Rahmen der Energiewende dürfte das Bergrecht künftig auch Bedeutung für Stromspeichertechnologien entfalten.

Staats- und Verwaltungsrecht, Wissenschaftsrecht

Neben den planungs- und umweltrechtlichen Forschungsschwerpunkten befasst sich der Inhaber der Professur mit allgemeineren sowie aktuellen Fragen des Staats- und Verwaltungsrechts, etwa zum Staatshaftungsrecht sowie zu demokratischen Willensbildungsprozessen auch im Lichte populistischer Gefahren. Schließlich widmet sich von Weschpfennig dem Wissenschaftsrecht, beispielsweise der Forschungs- und Lehrfreiheit von Professoren sowie der Hochschulorganisation.

Ein Verzeichnis der Veröffentlichungen und Fachvorträge von Prof. Dr. iur. Armin von Weschpfennig finden Sie hier.

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