Arbeitsgemeinschaft Historische Städte (2023)
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte hat das Fachgebiet S+O die Broschüre „Historische Städte in Zeiten des Klimawandels“ erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Begleitstudie wurden 2023 durch Holger Schmidt in einem Festvortrag im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum präsentiert.
Bei der Arbeitsgemeinschaft historische Städte handelt es sich um einen 1973 gegründeten Zusammenschluss der Städte Lübeck, Bamberg und Regensburg, welcher nach der Wende um die Städte Stralsund, Meißen und Görlitz erweitert wurde.
Die Arbeitsgemeinschaft gründete sich mit dem Ziel die gut erhaltene historische Bausubstanz vor der in den 1970er Jahren weit verbreiteten Kahlschlagsanierung zu schützen. Hierzu strebten die Mitglieder u.a. die Anpassung der Fördermodalitäten der Städtebauförderung an. Statt Abriss und Neubau, wie bei der Einführung 1971 vorgesehen, strebte die Arbeitsgemeinschaft an, dass auch Sanierungen im Bestand förderfähig werden. Nach anfänglicher Skepsis setzte sich langfristig der Ansatz der „Behutsamen Stadtsanierung“ durch und wurde nach der Wiedervereinigung auch in den ostdeutschen Bundesländern praktiziert. Zudem beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft in den nachfolgenden Jahren mit weiteren Herausforderungen: Schrumpfung, demographischer Wandel, energetische Sanierung und Denkmalschutz, Rückgang stationärer Einzelhandel, Barrierefreiheit sowie die Klimakrise.