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S+O Stadtumbau + Ortserneuerung

10/24 Fachexkursion Wuppertal, Hattingen, Oberhausen und Gelsenkirchen

Auf der Fachexkursion im Oktober 2024 besuchten die Teilnehmenden die Städte Wuppertal, Hattingen, Oberhausen und Gelsenkirchen. Neben sieben Studierenden und den Mitarbeitenden des Fachgebiets nahmen sechs Externe am Programm teil. Bei Vorträgen, Rundgängen und Diskussionen wurde eine Vielzahl spannender Projekte aus der Region vorgestellt.

Am ersten Tag erzählten die zwei Gründer der ORG.beratung von der Geschichte der Stadt Wuppertal, des sogenannten „Ölbergs“ und von umgesetzten Projekten. Dazu zählen bspw. das Ölbergfest, die zwischen- oder langfristige Nutzung von Leerständen oder der Umgestaltung des Schusterplatzes. Nach einem Rundgang durch das Quartier erläuterten das Referat Grünflächen und Forsten zusammen mit einem Vorstandsmitglied des Fördervereins BUGA 2031 den Entwicklungsprozess der geplanten Bundesgartenschau 2031 Wuppertal. Natürlich durfte auch eine Fahrt mit der Schwebebahn nicht fehlen.

Dienstags führte die Vorständin von Utopiastadt e.V. durch das Projekt „Mirker Bahnhof“. Auf der anschließenden Fahrradtour über die Nordbahntrasse steuerte die Gruppe unterschiedlichen Stationen an. Unter anderen den BoB-Campus, auf dem eine Konversionsfläche zu einem vielfältigen Areal mit Wohnen, Aktivitäten und einem Nachbarschaftspark umgenutzt wurde. Bei dem anschließenden Besuch der Montagsstiftung Urbane Räume, lernten die Teilnehmenden das Projekt Wiesenwerke kennen.

Am Mittwoch ging es nach Hattingen, wo die Stadtverwaltung den Teilnehmenden aktuelle Projekte der Stadt näherbrachte sowie sie kurz durch das Quartier Welper führte. Im Gebäude der Stiftung Trias erklärte der Vorstand der Stiftung die drei Säulen Boden-Wohnen-Ökologie, auf dem die Stiftung beruht und stellte einige umgesetzte Projekte vor.

Der vierte Tag startete mit einem Rundgang durch den Gebäudebereich des gemeinnützigen Vereins KITEV in Oberhausen, zu dem ein Museumsbahnsteig sowie Teile des ehemaligen Wasserturms am Hauptbahnhof gehören und die mit verschiedenen kulturellen und sozialen Angeboten bespielt werden. Anschließend wurden die Exkursionsteilnehmenden durch den Geschäftsführer der WohnBund-Beratung NRW GmbH durch die Innenstadt geführt und erhielten Einblicke in ein Urban Farming Konzept und das Projekt „Supermarkt der Ideen“. Gegen Mittag erhielt die Gruppe eine Führung durch das Gasometer und erfuhr mehr über die Industriegeschichte von Oberhausen. Am Nachmittag stellten Mitarbeitende der Stadtverwaltung Oberhausen den „Masterplan Neue Mitte“ vor. Danach besichtigten die Teilnehmenden die Werksiedlung RIWETHO eG, wo 1981 engagierte Bürger:innen eine Arbeitersiedlung zunächst besetzten, später erwarben und somit vor dem Abriss bewahrten.

Den letzten Tag verbrachte die Gruppe in Gelsenkirchen, wo sie das Kreativquartier Ückendorf besuchten. Dort bekamen die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit der Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen mbH und deren umgesetzten und laufenden Projekte. Im Projekt „Heidelbürger Wohnkumpane“ konnten die Teilnehmenden in den Alltag einer generationsübergreifenden WG eintauchen. Zuletzt zeigten drei Akteure das Umbaulabor der Baukultur NRW, indem durch Experimente nachhaltiges Planen und Bauen nähergebracht werden soll.